Womit Sie bei der Anschaffung rechnen müssen
Die Kosten einer Wärmepumpe setzen sich aus dem Gerät selbst, der Installation und gegebenenfalls der Erschließung der Wärmequelle zusammen. Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe entfällt die aufwändige Erschließung, bei einer Erdwärmepumpe kommen Kosten für die Bohrung oder den Flächenkollektor dazu.
Wie gut die Wärmepumpe arbeitet, hängt stark vom Gebäude ab. In einem gut gedämmten Haus mit Flächenheizung läuft sie effizient. In einem unsanierten Altbau mit kleinen Heizkörpern kann es sinnvoll sein, vorher zu dämmen oder einzelne Heizflächen zu tauschen.
Die folgenden Preise sind Richtwerte und variieren je nach Region, Anbieter und baulicher Situation. Ein belastbares Angebot gibt es erst nach einer Begehung und einer Heizlastberechnung.
Preise nach Wärmepumpentyp
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die häufigste Variante und kostet inklusive Einbau meist zwischen 15.000 und 30.000 Euro. Sie nutzt die Außenluft und braucht keine Genehmigung für eine Bohrung.
Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde arbeitet sehr effizient, ist aber wegen der Bohrung teurer. Hier liegen die Gesamtkosten oft zwischen 25.000 und 40.000 Euro. Die Bohrung allein schlägt mit mehreren Tausend Euro zu Buche und muss genehmigt werden.
Hinzu kommen oft ein Pufferspeicher, ein neuer Heizkreisverteiler und der hydraulische Abgleich. Diese Posten sollten im Angebot klar ausgewiesen sein, damit Sie verschiedene Anbieter vergleichen können.
BEG-Förderung der KfW
Der Einbau einer Wärmepumpe wird über die Bundesförderung für effiziente Gebäude gefördert, kurz BEG. Den Zuschuss beantragen Sie bei der KfW. Die Grundförderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten.
Dazu kommen Boni: Der Klimageschwindigkeitsbonus belohnt den schnellen Austausch einer alten fossilen Heizung, und ein Einkommensbonus steht Haushalten mit geringerem zu versteuerndem Einkommen zu. In der Summe sind bis zu 70 Prozent Zuschuss möglich.
Die förderfähigen Kosten sind bei einem Einfamilienhaus gedeckelt, aktuell auf 30.000 Euro für die erste Wohneinheit. Stellen Sie den Antrag rechtzeitig und beauftragen Sie den Einbau erst, wenn die Förderzusage vorliegt oder ein Vertrag mit aufschiebender Bedingung geschlossen wurde.
Betriebskosten und Wirtschaftlichkeit
Im Betrieb verbraucht eine Wärmepumpe Strom. Wie viel, hängt von der Effizienz ab, die über die Jahresarbeitszahl ausgedrückt wird. Je höher diese Zahl, desto mehr Wärme gewinnt die Anlage aus einer Kilowattstunde Strom.
Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus liegen die jährlichen Stromkosten oft zwischen 800 und 1.500 Euro. Ein günstiger Wärmepumpentarif des Stromanbieters und eine eigene Photovoltaikanlage senken diese Kosten deutlich.
Ob sich der Umstieg rechnet, ergibt sich aus dem Vergleich mit den bisherigen Heizkosten, der Förderung und der langen Lebensdauer der Anlage. Eine fundierte Beratung durch einen Fachbetrieb oder Energieberater hilft, die Zahlen für Ihr Haus realistisch einzuschätzen.
Preisübersicht
| Leistung | Typischer Preis |
|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe inkl. Einbau | 15.000 bis 30.000 € |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonde | 25.000 bis 40.000 € |
| Erdsondenbohrung | 5.000 bis 12.000 € |
| Pufferspeicher | 1.000 bis 2.500 € |
| BEG-Zuschuss | bis 70 % der förderfähigen Kosten |
| Stromkosten pro Jahr | 800 bis 1.500 € |
Alle Preise sind Richtwerte und variieren je nach Region und Anbieter. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie direkt vom Betrieb.